Rock’n’Roll made in Bremen: Davon hauen die „Trashmonkeys“ den Gästen an der Göltzschtalbrücke eine volle Ladung um die Ohren. Die Bühne wird beben, wenn der Fünfer aus dem Norden der Republik auf selbiger ein wahres Feuerwerk ihrer knallbunten, vorwärts gehenden und vor allem höllisch tanzbaren Rock-Musik abfackeln.
Man soll ja immer mit der schlechten Nachricht beginnen, um dann mit der guten zu punkten. Nachdem die Mannheimer „The Intersphere“ ihren Gig bei „Rock für ein buntes Vogtland“ leider absagen mussten, klaffte zunächst eine riesige Lücke im Line-Up des Festivalabends. Doch scheinbar hatte der Rock’n’Roll-Gott ein Einsehen und schickt mit den Trashmonkeys eine satte Portion Partymusik an die Brücke.

Für Party- und Tanzlaune sorgt zum einen die grandiose Arbeit der Rhythmusgruppe um Schlagzeuger Gunnar Riedel und den britischen Wahl-Bremer Darren Fralick am Bass, die ihre groovenden Beats direkt in das Tanzzentrum des Gehirns schicken und dabei kaum Verschnaufpausen zulassen. Mit mal knackigen und bratenden Riffs, mal schwebenden Soundteppichen, liefert das Gitarrenduo Andreas Wolfinger/Dennis Rux die passenden und packenden Melodien, die jeden Song zu einem Tanzflächenfüller machen.
Die englischen Vocals Wolfingers runden dieses süchtig machende Gemisch ab und laden so dann und wann auch gerne mal zum Mitgrölen ein. Und wenn bei einigen Stücken dann noch das Keyboard (liebevoll „Orgel“ genannt) von Offer Stock seinen Einsatz erfährt, kann es auch durchaus mal „retro“ werden, ohne altmodisch zu klingen.
Ganz im Gegenteil: Die Musik der Trashmonkeys ist Club-Musik, und zwar keine der eintönigen Sorte. So braucht sich das Quintett nicht hinter Genrekollegen wie Mando Diao, Franz Ferdinand oder The Hives verstecken. Denn trotz einer ähnlichen Ausrichtung gehen die Trashmonkeys einen gänzlich eigenständigen Weg, was sich auch in der hohen Wiedererkennbarkeit der Musik äußert.
Mittlerweile haben die 1998 gegründeten Trashmonkeys bereits fünf Alben auf die Menschheit losgelassen und können so bei ihrem Auftritt bei „Rock für ein buntes Vogtland“ aus einem reichen Fundus an Songs schöpfen. Und da „Stilltsand“ bei den fünf umtriebigen Hansestädtern wohl ein Fremdwort ist, wird zurzeit bereits fleißig an dem sechsten Silberling gearbeitet. Mal sehen, ob hier schon mal die ein oder andere Kostprobe darauf für das Göltzschtalbrücken-Publikum abfällt.
Das aktuelle Album, das im April 2009 erschien, heißt „Smile“ und wird jedem Freund tanzbaren Rock’n’Rolls ein solches ins Gesicht zaubern. Der Eröffnungs-Track dieses Albums heißt übrigens „Give That To Me“. In diesem Sinne lautet der Appell für den 12. Juni: „GIVE THAT TO US!“.
Weitere Infos, News und Tourdaten auf der Trashmokeys-Homepage.