„Das Publikum sollte einiges an Energie mitbringen“Interview mit Sebastian Wagner (The Intersphere)

Leider wurde der Gig von The Intersphere bei Rock für ein buntes Vogtland aus terminlichen Gründen abgesagt. Vielleicht sieht man die Band ja in einem der kommenden Jahre doch bei RfebV spielen. Bis dahin kann hier bis auf weiteres das Interview mit Basser Sebastian Wagner nachgelesen werden.

Eigentlich hatte ich mich auf diese kultige Situation gefreut, „The Intersphere“-Basser Sebastian Wagner „on the road“, also im Tourbus auf dem Weg zum Konzert in Bremen, zu erwischen.

So hatte ich es am Vorabend beim Telefonat 20 Minuten vor dem Intersphere-Gig in Frankfurt/Main mit dem 27-jährigen Mannheimer ausgemacht.

Als ich mich am Interviewtag in die letzten Vorbereitungen stürzte, stieß ich auf der Internet-Seite der Band allerdings auf beunruhigende drei Worte neben dem Datum des Bremen-Konzertes: „Fällt krankheitsbedingt aus.“ Die selben Worte neben dem Gig am Folgetag.

Tja, soviel zu meiner Wunscheinleitung: „Gestern Frankfurt, heute Bremen – Irgendwann dazwischen, im Tourbus…“

Erwischt habe ich ihn trotzdem, und Sebastian Wagner nahm sich die Zeit, einige Fragen über den anstehenden Besuch im Vogtland zu beantworten.

Wie lief denn euer Konzert in Frankfurt?

Sebastian: Der Auftritt war ziemlich cool und wir hatten ein tolles Publikum. Leider hat unser Sänger wohl eine Erkältung ausgebrütet, er pfiff zum Konzert schon auf dem letzten Loch. Es war dennoch ein schönes Konzert, nur mussten wir die nächsten zwei Shows absagen. Danach dürfte es aber weitergehen.

Ihr seid gerade auf Tour zum neuen Album, richtig?

S: Genau. Das Album ist am 19. Februar rausgekommen, heißt ‚interspheres><atmospheres’ und zur Zeit stellen wir die gesamte Platte auf unseren Konzerten vor. Zu hören gibt es Post-Rock, also schon, auch dank unseres wilden Schlagzeugers, sehr druckvolle Rocksongs, jedoch immer wieder mit vielen atmosphärischen Parts durchsetzt. Unterwegs arbeiten wir zudem schon wieder an neuen Songs.

Gehört der Abstecher ins Vogtland auch zur Album-Tour?

S: Ja, auch hier werden wir die neuen Lieder vorstellen.

Hat es euch den vorher schon mal in unsere Gefilde verschlagen?

S: Naja, wir haben schon in Dresden gespielt und jüngst auch im Gasometer in Zwickau. Zählt das?

Also Dresden ist schon etwas weiter weg, aber Zwickau ist in der Nähe, wenn auch nicht ganz im Vogtland.

S: Dann haben wir dort noch nicht gespielt, aber das wird ja im Juni nachgeholt.

Was haltet Ihr denn von dem Konzept des Konzertes?

S: Wir haben gehört, dass es um ein nazifreies Vogtland gehen soll, viel mehr aber noch um ein buntes und friedliches Miteinander. Es gibt so viele tolle Sachen, ob Musik oder Menschen, zu entdecken, wenn man mit offenen Augen und Ohren durch die Welt geht. Toleranz ist für uns, da wir auch alle in gewisser Weise Lebenskünstler sind, extrem wichtig. Es ist schön, dass die jungen Leute hier in der Region etwas in dieser Beziehung für die Jugend auf die Beine stellen.

Was können die Leute vor der Göltzschtalbrücke von eurem Auftritt erwarten?

S: Auf alle Fälle eine geballte Ladung Energie und eine Atmosphäre, die hoffentlich viele Zuhörer in ihren Bann zieht.

Und was erwartet Ihr von eurer Show im Vogtland?

S: Ein aufmerksames und buntes Publikum, das sich über uns, aber auch über die anderen Bands freut. Ein Publikum, das für Musik ist, und nicht dagegen. Außerdem ein Publikum, das selber einiges an Energie mitbringt.

Letzte Frage, kurze Antwort: Lieber im Club oder Open Air?

S: Beides.

Danke für die Zeit und bis zum 12. Juni.

S: Ich freu’ mich schon darauf.